Buskarten nach Dresden

Ab dem 11.01.2012 wird es für die Menschen in und um Göttingen, die in Februar mit uns nach Dresden fahren wollen, Busfahrkarten geben, für unsere gemeinsame Anreise.
Für 15,- € (plus Solibeitrag) könnt ihr die Busfahrkarten im Roten Buchladen und im Flaming Star kaufen.

Wir erwarten den bundesweiten Naziaufmarsch am 18.02.2012, so mobilisieren wir auch auf diesen Termin.
Der Bus aus Göttingen wird am 18.02.2012 vorraussichtlich um 01.00 Uhr am Zoologischen Institut losfahren, so das wir pünktlich in Dresden sind.
Achtet auf weitere Ankündigungen und auf die genaue Abfahrtszeit vom Bus nach Dresden

Termine

11.02.2012 ab 22 Uhr Soliparty im Juzi

14.02.2012 19 Uhr Ver.di Haus Göttingen Letzte Infoveranstaltung zu Dresden

16.02.2012 17 Uhr Juzi Infoveranstaltung

Zusammen den Naziaufmarsch in Dresden verhindern!

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“

(Schwur der Überlebenden vom KZ Buchenwald)

Dresden 2012

Auch 2012 wollen Neonazis rund um den 13.Februar in Dresden marschieren. Seit der Jahrtausendwende veranstalten Nazis unterschiedlicher Spektren zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens, am Ende des Zweiten Weltkriegs ,Aufmärsche durch die Stadt. Zu den Aufmärschen der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) und der NPD kommen jedes Jahr auch internationale Delegationen. In wenigen Jahren hat sich der Aufmarsch mit vielen tausenden Teilnehmenden zu einer der größten Neonaziveranstaltung in Europa entwickelt.

Nach den erfolgreichen Kampagnen im Jahre 2010 und 2011 konnte der Naziaufmarsch in den beiden Jahren verhindert werden. Letztes Jahr haben 20.000 Menschen den Faschist_Innen einen Strich durch ihre Rechnung gemacht. Das Konzept der Massenblockaden hat den Neo-Nazis jeden Weg für ihren Aufmarsch versperrt. Zentral für den Erfolg war dabei das Zusammenspiel von Blockaden und dem vielfältigen Widerstand in der ganzen Stadt. Wie schon im Jahr zuvor hat sich das breite Spektrum des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ solidarisch verhalten und so den faschistischen Aufzug effektiv verhindert. Trotz des martialischen Auftritts der Polizei, die versucht hat, mit tausenden BeamtInnen den Neo-Nazis den Weg mit massiver Gewalt frei zu räumen, gab es so keine Chance, den Aufmarsch durchzusetzen.

Nachdem die Taktik der Polizei vor Ort nicht aufgegangen ist, versuchen die staatlichen Repressionsorgane jetzt, im Nachhinein, den Widerstand zu kriminalisieren. Noch am Abend nach den gelungenen Blockaden stürmte die Polizei das Pressebüro von „Dresden Nazifrei“, einige Monate später folgten bei einem Jugendpfarrer in Jena eine Hausdurchsuchung, zuletzt traf es AktivistInnen aus Stuttgart und Berlin, die für ihr antifaschistisches Engagement in den Fokus der Justiz geraten sind. Mit dem bekannt werden der Funkzellenabfrage haben die Dresdener Polizei und die Staatsanwaltschaft über eine Million Verbindungsdaten von Handys erhoben und ermitteln nun gegen angebliche „kriminelle Vereinigungen“. Offensichtlich soll der Widerstand gegen den Naziaufmarsch eingeschüchtert und das breite Bündnis so gespalten werden.

Die Bombardierung von Dresden im Februar 1945 wird als Angriff auf eine „unschuldige“ Kulturstadt stilisiert. Der Holocaust und der deutsche Angriffskrieg werden von den heutigen Neonazis bei ihrem Aufmarsch relativiert und die „Zivilbevölkerung“ soll zu Opfern erklärt werden. Doch Dresden war keine „unschuldige“ Stadt sondern ein wichtiger Knotenpunkt für das nationalistische Regime.
Die Kontinuität der nationalistischen Ideologie ist heute immer noch sichtbar.
Das Faschist_Innen vor nichts zurückschrecken wird aktuell anhand der Taten des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ wieder deutlich. Faschismus ist und bleibt ein Verbrechen!

Wie in den vergangenen 2 Jahren werden wir wieder aus Göttingen nach Dresden mobilisieren, um den Aufmarsch der Nazis mit massenhaftem Widerstand zu verhindern. Ihnen darf kein Raum für ihre menschenverachtende Propaganda gelassen werden! Mit einer organisierten Busanreise wollen wir es vielen Menschen ermöglichen, nach Dresden zu gelangen und gemeinsam den Naziaufmarsch zu blockieren. Durch solidarisches Handeln werden wir es wieder schaffen! Wir lassen uns durch Kriminalisierung nicht spalten!

Pressemitteilung der Jugend Antifa Göttingen (J.A.G.) zur AntiCastorSchülerInnenDemonstration am 23.11.2011

Am 23.11.11 versammelten sich rund 350 SchülerInnen in der Göttinger Innenstadt. Zuvor gab es Sternmärsche, die von der IGS (Georg Lichtenberg Gesamtschule) und der KGS (Geschwister Scholl Gesamtschule) starteten und sich dann am Wilhelmsplatz zu einer gemeinsamen Demo zusammen schlossen. Dazu aufgerufen hatten die Jugend Antifa Göttingen (J.A.G.) und die Antifaschistische Jugend Offensive Göttingen (A.J.O.G.).

Unterstützt wurde diese Demonstration von dem Anti Atom Plenum Göttingen, der Grünen Jugend Göttingen, dem Jugendzentrum Innenstadt (JuzI) und der Antifaschistischen Linken International (A.L.I.).
Eine der Routen führte von der IGS die Geismar Landstrasse und den Friedländer Weg runter, wo es auf Höhe des Hainberg Gymnasiums einen kurzen Redebeitrag zum Thema „Rolle der Energiekonzerne in der Atompolitik“ gab. Danach führte die Route an der Stadthalle vorbei bis zum Wilhelmsplatz.
Der Sternmarsch, der bei der KGS startete, führte über die Godehardtstrasse an dem Otto Hahn Gymnasium, der BBS II, den Stadtwerken und Eon vorbei, wo ebenfalls der Redebeitrag zur „Rolle der Energiekonzerne in der Atompolitik“ gehalten wurde. Weiter ging es durch die Goetheallee und die Innenstadt zum Wilhelmsplatz. Hier wurde ein Redebeitrag zum aktuellen Castor Transport gehalten und beide Züge vereinten sich.

Bereits morgens vor dem Unterricht war in einem Aushang an der IGS unter anderem zu lesen, dass der Göttinger Antifa Block den guten Ruf der Schulen ausnutze, um die Schülerinnen für Gewalttaten, auch gegen Polizisten, zu missbrauchen.
Dies finden wir sehr schade, da es in der Vergangenheit schon eine gute Zusammenarbeit gab und hoffen, dass es in Zukunft wieder zu einer Kooperation kommen kann. Die Befürchtungen der IGS-Schulleitung bestätigten sich nicht. Die Demo war von Anfang an bunt, laut und voller friedlicher SchülerInnen, die ein Zeichen gegen Atomkraft setzten. Mit vielfältigen Parolen und Schildern sorgten sie für eine gute Stimmung.

Während die SchülerInnen der IGS und KGS trotz des Aushangs nicht an der Teilnahme gehindert wurden, schloss die Schulleitung des OHGs SchülerInnen ein. Am HG wurde eine ganze Klasse beim Versuch den Klassenraum zu verlassen von der Polizei gehindert und wieder zurückgedrängt. Diese direkten Eingriffe in die Grundrechte der SchülerInnen verurteilen wir zutiefst.
Davon abgesehen beschränkten sich die Maßnahmen der Polizei auf eine lockere Begleitung der Demo.

Nach der Abschlusskundgebung am Neuem Rathaus, bei der die Grüne Jugend und der Anmelder der Demonstration jeweils noch das Wort ergriffen und einen Redebeitrag hielten, bestand die Möglichkeit im Jugendzentrum Innenstadt (JuzI) bei Kaffee und Kuchen zu diskutieren, Infos auszutauschen und zu entspannen.

Die Pressesprecherin der Jugend Antifa Göttingen Jasmin K. zieht folgendes Fazit: „Insgesamt hat der heutige Tag gezeigt, dass sich viele Jugendliche mit dem Thema auseinander setzen, sich klar gegen den Castor Transport aussprechen und den sofortigen Atomausstieg fordern.
Auch die kommenden Tage werden wir Jugendliche unseren Protest auf die Straße und die Schienen tragen.“

Bei Rückfragen wenden sie sich bitte an folgende E-Mail Adresse: jugendantifagoe@web.de

J.A.G. – Jugend Antifa Göttingen

Göttingen den 23.11.2011

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Update Fr. 25.11.2011:

Mittlerweile ist der Castor Transport bereits in Deutschland. Sollte der Zug die Route durch Göttingen nehmen, so wird er die Stadt voraussichtlich heute durchqueren.

Folgende Aktionen sind heute (Fr. 25.11.11) geplant:

Freitag, 25.11.:
seit 24.11.: Mahnwache am Bahnhof *
ab 18 Uhr: Demo ab Bahnhof *
ab 18 Uhr: Infotheke im Juzi *
ab 18 Uhr: Castorradio im Stadtradio 107,1 MHz
19 Uhr: Spaziergang mit anschließender Mahnwache in Rosdorf, Bahnhofsstraße/ Hagenbreite *

* Falls der Castor noch nicht durch Göttingen gefahren ist.

Infonummer: 01578 – 912 922 8
Ermittlungsausschuss: 0551 – 770 8000
(solltet ihr anrufen, falls ihr verhaftet werdet oder eine Verhaftung beobachtet)



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