Archiv für März 2009

We will do it again! Nazis stoppen!

Am Samstag, den 9. Mai planen Nazis einen sog. „Friedensmarsch“ im etwa 15 km von Göttingen entfernten Friedland. Veranstalter sind die eng mit der NPD arbeitende „National-Konservative Bewegung der Deutschen aus Russland“ und die „Deutsch-Russische Friedensbewegung im europäischen Geistes e.V.“.

Nachdem die letzten beiden Aufmärsche von NPD und Freien Kameradschaften in Göttingen in einem Desaster für die Nazis endeten, trauen sich die Neonazis nur noch ins Umland und nutzen dabei die Geschichte Friedlands, dass durch sein Grenzdurchgangslager für „vertriebene“ Deutsche aus den ehemals deutschen Ostgebieten nach dem 2. Weltkrieg bekannt wurde, für ihre faschistische Propaganda.

Der Anmelder ist der Vorsitzende des „Freundeskreis der Russlanddeutschen Konservativen“ Viktor Kasper der den Wahlkampf der NPD schon in der Vergangenheit unterstützte und eng mit dem kürzlich gegründeten „Arbeitskreis der Russlanddeutschen“ in der NPD zusammen arbeitet. Kasper war 2003 Landesvorsitzender der Rechtskonservativen Schill-Partei.
Im Vorstand des Vereins sitzen u.a. Patrick Wietschke, der ehemalige Landesvorsitzende der „Jungen Nationaldemokraten“ und der Thüringer Neonazi und NPD Bundesvorstand Thorsten Heise der in

den letzten Wochen mit enormen Waffenfunden in seinem Haus Aufsehen erregte .
Thorsten Heise ist mehrfach vorbestraft und zählt sich selbst zu den „Russlanddeutschen Konservativen“ in der NPD. Auf Veranstaltungen der beiden Organisationen ist regelmäßig die „ High Society“ des rechten Spektrums aufzufinden. Auf der Gründungsfeier des Vereins auf der Jürgen Rieger und der Holocaustleugner Manfred Roeder als Redner auftraten waren die HDJ und rund 100 weiter Neonazis vertreten.
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Thorsten Heise


Thorsten Heise ist Führer der „Kameradschaft Northeim“ und ist Mitglied im Bundesvorstand der NPD. Heise ist mehrfach wegen schwerer Körperverletzung und Volksverhetzung
Verurteilt. 1990 führte er einen Angriff von 80 Neonazis auf das JUZI in Göttingen an. Seit 2002 wohnt Heise
mit seiner Frau Nadine und seinem Sohn Nordulf in der Dorfstraße 41 in Fretterode.

Jürgen Rieger


Jürgen Rieger ist stellvertretender Vorsitzender der NPD und tritt als Strafverteidiger für Nazis , Rassisten und Holocaustleugner auf. Rieger gehört zu den Aktivsten Nazis in der BRD und ist der Hauptorganisator des „Rudolf-Heß- Gedenkmarsches“ in Wunsiedel. Er ist unter anderem wegen Körperverletzung und
Volksverhetzung Vorbetraft.

Partick Wieschke


Patrick Wieschke war bis 2002 stellvertretender Landesvorsitzer der „Jungen Nationaldemokraten“ in Thüringen und ist seit März 2006 stellvertretender Kreisvorsitzender der NPD im Wartburgkreis. Am 10.August 2000 war Wieschke an einem Sprengstoffanschlag auf einen Türkischen Imbiss in Eisenach beteiligt.

Viktor Kasper


Viktor Kasper ist Vorsitzender des „Freundeskreis der Russlanddeutschen Konservativen“ und pflegt Kontakte zum „Arbeitskreis der Russlanddeutschen“ in der NPD. 2003 war er Landesvorsitzender in der Schill-Partei. Kasper beteiligte sich am Naziaufmarsch am 14.01 in Dresden.

Den Aktuellen „Achtung Neo-Nazis“ Flyer, indem ihr mehr Informationen über Mitglieder der Regionalen Neo-Nazi Szenen findet, könnt ihr hier Downloaden!
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All dies ist Teil des Versuchs der NPD neue Wählerschichten und Mitglieder heranzuziehen. Ein solcher Marsch kann und darf nicht widerstandslos hingenommen werden, wenn man verhindern will, dass die Wurzeln und somit die Akzeptanz Neofaschistischer Strukturen weiter zunimmt. Völlig egal wo, wann und unter welchem Deckmantel Nazis auftreten, die J.A.G. [Jugend Antifa Göttingen] ruft dazu auf diesen Marsch zu einem Desaster werden zu lassen.

Gegen jeden Faschismus! Für den wahren Frieden!
Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln! Naziaufmärsche Stoppen!

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1. Mai | Hannover (infos hier)
9. Mai | 10 Uhr | Friedland Bahnhof | Demo & Direct Action!
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Ermittlungsausschuss (9.mai): 770 8000
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Am 2.Mai findet eine Info und Mobilisierungsveranstaltung im JUZI (Bürgerstraße 41) Göttingen statt!
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Weitere Infos findet ihr hier:

ali.antifa.de
npd-blog.info
redical.org
apa.blogsport.de
goest.de

180 Menschen protestieren gegen K. Weißmann und Burschenschaften

Am Dienstag, den 20. Januar 2009, haben ca. 180 Menschen gegen den Vortrag des Geschichtsrevisionisten und führenden Strategen der sogenannten „Neuen Rechten“ Karlheinz Weißmann protestiert.

Um 19:30 startete eine Kundgebung an der Stadthalle. Von hier aus ging es zur Burschenschaft Hannovera (Herzberger Landstr. 9), wo die Vorlesung Weißmanns stattfinden sollte. Nachdem es hier zu einer kleinen Rangelei mit der Polizei gekommen war, wurde spontan eine lautstarke Demonstration zur Burschenschaft Holzminda (Wilhelm-Weber-Strasse 26-30) durchgeführt. Bei Versuchen, näher an das Gebäude zu kommen, reagierte die Polizei sehr nervös und ging mit Knüppeln und Fäusten gegen die teils jungen Menschen vor. Nach einiger Zeit zog der Demonstrationszug Richtung Innenstadt, und löste sich schließlich am Gänseliesel auf.

Die Burschenschaften Hannovera und Holzminda fallen immer wieder durch Kontakte in die Rechte Szene auf. Am 21. Juni 2003 führten sie anlässlich der Sommersonnenwende einen Fackelmarsch durch die Göttinger Innenstadt durch, wie sie auch von der NSDAP durchgeführt worden sind.

Im November 2004 hielt der durch die Medien bekannt gewordene Ex-KSK-General Reinhard Günzel einen Vortrag über das „Ethos des Offiziers“. Günzel war kurze Zeit vorher auf Grund seiner Zustimmung zu einer antisemitischen Rede des Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann aus der Bundeswehr entlassen worden. Bereits zuvor war er u.a. durch folgende Äußerung aufgefallen: „Ich erwarte von meiner Truppe Disziplin wie bei den Spartanern, den Römern oder bei der Waffen-SS“.

Eine Sprecherin der J.A.G. sagte „Burschenschaften stellen immer wieder ein Bindeglied zwischen der ‚Neuen Rechten‘ und organisierten Neonazis aus dem Spektrum der freien Kameradschaften dar. Deshalb wird es auch in Zukunft entschlossenen antifaschistischen Widerstand gegen Veranstaltungen dieser Art geben“.

Gegen Nationalisten, Sexisten und Rassisten konsequent vorgehen !
Burschenschaften abreißen !

J.A.G. – Jugend Antifa Göttingen, 21.01.2009

Geschichtsrevisionisten das Maul stopfen!

Am 20. Januar wird in der Burschenschaft Hannovera (Herzberger Landstr. 9) der Geschichtsrevisionist und führende Stratege der Neuen Rechten, Karlheinz Weißmann, einen Vortrag unter dem Titel „das Konservative Minimum“ halten.

Karlheinz Weißmann studierte in Göttingen und arbeitet als Lehrer für Religion und Geschichte am GymnasiumCorvinianum in Northeim. Weißman publiziert seit vielen Jahren in der nationalistischen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF). Im Jahr 2000 war Weißmann maßgeblich an der Gründung des der JF nahestehenden „Institut für Staatspolitik“ (IfS) beteiligt und leitete es bis heute mit.
Das IfS bezeichnet sich selbst als „Reemtsma-Institut von rechts“ und gilt als Sammelbecken für rechtsradikale und rechtskonservative Akteure der Neuen Rechten.

Bekannt wurde Weißmann durch sein Buch „Wege in den Abgrund“ das in der Reihe „die Geschichte Deutschlands“ erschien. Weißmanns knappe Beschreibung der Shoah und Bemühungen „das deutsche Volk“ als Opfer darzustellen, lösten damals unter HistorikerInnen und in der Presse Entrüstung aus.
Weißmann leugnet die Shoah nicht, versucht aber, sie z.B. durch den Vergleich mit dem Gulag-System, zu relativieren. So schreibt er in der JF „im Grundsatz bestehe zwischen Gulag und KZ-System keine Differenz. Ernst Noltes Überlegung, ob Hitler den Bolschewismus imitiert habe, scheint plausibel“ (JF 34/98).
Mit dem IfS war Weißmann auch an der rassistischen Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft beteiligt.

Burschenschaften Hannovera und Holzminda abreißen!
Die Burschenschaften Hannovera und Holzminda (Wilhelm-Weber-Str. 26-30) sind beide im Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ organisiert und gehören zum rechten Rand des Göttinger Verbindungswesens.

Am 21. Juni 2003 führten sie anläßlich der Sommersonnenwende einen Fakelmarsch durch die Göttinger Innenstadt durch, wie sie früher auch von der NSDAP durchgeführt worden sind.

Im November 2004 hielt der durch die Medien bekannt gewordene Ex-KSK-General Reinhard Günzel einen Vortrag über das „Ethos des Offiziers“. Günzel war kurze Zeit vorher auf Grund seiner Zustimmung zu einer antisemitischen Rede des Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann aus der Bundeswehr entlassen worden. Bereits zuvor war er u.a. durch folgende Äußerung aufgefallen: „Ich erwarte von meiner Truppe Disziplin wie bei den Spartanern, den Römern oder bei der Waffen-SS“. Nach der Veranstaltung lobte die NPD Göttingen, deren Mitglied Stephan Pfingsten bei dem Vortrag anwesend war, den Ex-General auf ihrer Internetseite für dessen Ausführungen.

In der Hannovera trifft sich auch regelmäßig die Schülerverbindung „PV! Hansea zu Göttingen“ die von der Hannovera nach Kräften gefördert wird.

Deshalb rufen wir zum Protest gegen K. Weißmann und seine Burschi-Freunde auf!
Denkt Euch was aus und achtet auf weitere Ankündigungen!

Geschichtsrevisionisten das Maul stopfen!
IfS dichtmachen!
Burschenschaften abreißen!

J.A.G. – Jugend Antifa Göttingen im Januar 2009

Über 300 SchülerInnen gegen Castor und Atomstaat – Demonstration der J.A.G.

Am Montag, den 10.11.2008, einen Tag nachdem der Castor durch Göttingen gerollt war, fand eine von der Jugend Antifa Göttingen (J.A.G.) organisierte SchülerInnen-Demonstration gegen Atomkraft statt. Um 09:20 versammelten sich die SchülerInnen an der IGS und der KGS, um wenig später in zwei getrennten Demonstrationszügen in Richtung Gänseliesel zu laufen. Zu diesem Zeitpunkt beteiligten sich bereits ca. 300 Schüler an dem Protest.

Geplant war nun, an weiteren Schulen vorbei zu gehen, um weitere SchülerInnen für die Demo zu gewinnen. Dies stellte sich jedoch als sehr schwierig heraus, da einige Lehrkräfte und Schulleiter die Schüler daran hinderten, zur Demonstration zu gelangen und den Demonstrationsteilnehmern den Zugang zu den Gebäuden verwehrten. Besonders hervorgetan hat sich hier der Schulleiter des OHG mit dem Satz „Es gibt eine Schulpflicht. Das Grundrecht können die Schüler am Nachmittag wahrnehmen“. Trotz alledem vereinten sich beide Demonstrationen um kurz vor 11 am Gänseliesel um eine Zwischenkundgebung abzuhalten.

Anschließend ging es laut und entschlossen weiter zum Bahnhof. Die TeilnehmerInnenzahl war inzwischen auf 400 angestiegen. Während der Abschlusskundgebung am Bahnhof gelang es einer großen Gruppe SchülerInnen die Polizeikette zu umgehen, und in den Bahnhof zu gelangen. Parallel dazu begannen die SchülerInnen vor dem Bahnhof den Eingang durch eine Sitzblockade zu blockieren.

Die Blockade mit ca. 150 SchülerInnen verlagerte sich nach kurzer Zeit in die Vorhalle des Bahnhofes. Trotz der Forderung des Bahnhofsmanagements die Blockade umgehend durch die Polizei Räumen zu lassen, wurde diese ca. 1,5 Stunden lautstark und gut gelaunt aufrecht erhalten. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Redebeiträge von SympathisantInnen und durchreisenden Activistas aus dem Wendland. Mehr als auffällig war die massive Präsenz von Zivi-Bullen und Staatsschutz im Bahnhof. Unter anderem wurden der Chef des Göttinger Staatsschutzes sowie einige andere Zivis öffentlich geoutet.

Gegen 12:45 sammelten sich etwa 50 BlockiererInnen zu einer Spontandemo die durch das Groner Tor zum Gänseliesel führte.

Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen – weltweit!

Energiekonzerne enteignen – Kapitalismus abschaffen!

Jugend Antifa Göttingen (J.A.G.) im November 2008