Geschichtsrevisionisten das Maul stopfen!

Am 20. Januar wird in der Burschenschaft Hannovera (Herzberger Landstr. 9) der Geschichtsrevisionist und führende Stratege der Neuen Rechten, Karlheinz Weißmann, einen Vortrag unter dem Titel „das Konservative Minimum“ halten.

Karlheinz Weißmann studierte in Göttingen und arbeitet als Lehrer für Religion und Geschichte am GymnasiumCorvinianum in Northeim. Weißman publiziert seit vielen Jahren in der nationalistischen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF). Im Jahr 2000 war Weißmann maßgeblich an der Gründung des der JF nahestehenden „Institut für Staatspolitik“ (IfS) beteiligt und leitete es bis heute mit.
Das IfS bezeichnet sich selbst als „Reemtsma-Institut von rechts“ und gilt als Sammelbecken für rechtsradikale und rechtskonservative Akteure der Neuen Rechten.

Bekannt wurde Weißmann durch sein Buch „Wege in den Abgrund“ das in der Reihe „die Geschichte Deutschlands“ erschien. Weißmanns knappe Beschreibung der Shoah und Bemühungen „das deutsche Volk“ als Opfer darzustellen, lösten damals unter HistorikerInnen und in der Presse Entrüstung aus.
Weißmann leugnet die Shoah nicht, versucht aber, sie z.B. durch den Vergleich mit dem Gulag-System, zu relativieren. So schreibt er in der JF „im Grundsatz bestehe zwischen Gulag und KZ-System keine Differenz. Ernst Noltes Überlegung, ob Hitler den Bolschewismus imitiert habe, scheint plausibel“ (JF 34/98).
Mit dem IfS war Weißmann auch an der rassistischen Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft beteiligt.

Burschenschaften Hannovera und Holzminda abreißen!
Die Burschenschaften Hannovera und Holzminda (Wilhelm-Weber-Str. 26-30) sind beide im Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ organisiert und gehören zum rechten Rand des Göttinger Verbindungswesens.

Am 21. Juni 2003 führten sie anläßlich der Sommersonnenwende einen Fakelmarsch durch die Göttinger Innenstadt durch, wie sie früher auch von der NSDAP durchgeführt worden sind.

Im November 2004 hielt der durch die Medien bekannt gewordene Ex-KSK-General Reinhard Günzel einen Vortrag über das „Ethos des Offiziers“. Günzel war kurze Zeit vorher auf Grund seiner Zustimmung zu einer antisemitischen Rede des Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann aus der Bundeswehr entlassen worden. Bereits zuvor war er u.a. durch folgende Äußerung aufgefallen: „Ich erwarte von meiner Truppe Disziplin wie bei den Spartanern, den Römern oder bei der Waffen-SS“. Nach der Veranstaltung lobte die NPD Göttingen, deren Mitglied Stephan Pfingsten bei dem Vortrag anwesend war, den Ex-General auf ihrer Internetseite für dessen Ausführungen.

In der Hannovera trifft sich auch regelmäßig die Schülerverbindung „PV! Hansea zu Göttingen“ die von der Hannovera nach Kräften gefördert wird.

Deshalb rufen wir zum Protest gegen K. Weißmann und seine Burschi-Freunde auf!
Denkt Euch was aus und achtet auf weitere Ankündigungen!

Geschichtsrevisionisten das Maul stopfen!
IfS dichtmachen!
Burschenschaften abreißen!

J.A.G. – Jugend Antifa Göttingen im Januar 2009