Archiv für August 2010

150 AntifaschistInnen demonstieren in der Innenstadt gegen Burschenschaft und Repression!


Am Freitag den 06.08.2010 haben ca.150 AntifaschistInnen unter dem Motto „Stand Together-Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt und Repression“ gegen Burschenschaften und Repression demonstriert.

Anlass der Demonstration war ein Angriff von Burschenschaftlern der Burschenschaft Brunsviga am 21. Juli auf eine Gruppe junger AntifaschistInnen. Anschließend wurde ein 16 Jahre alter Antifaschist verhaftet, erkennungsdienstlich behandelt und ohne Benachrichtigung der Eltern um 1:15 Uhr Nachts entlassen. Auch wurde ihm während und nach der gesamten Ingewahrsamnahme kein Tatvorwurf gemacht. Erst nach mehrmaligem Bitten des Jugendlichen durfte dieser seine Eltern anrufen.

Die Demonstration startete um 16:00 Uhr am Willhelmsplatz mit einer Auftaktkundgebung. Von dort aus ging es weiter zu Stadthalle, wo eine Zwischenkundgebung abgehalten wurde. Weiter ging es durch die lange Geismar Strasse in die Innenstadt. Unterwegs wurde in weiteren Redebeiträgen das Handeln der Polizei und die Geschehnisse im Cheltenhampark thematisiert. Anschließend gab es eine Abschlusskundgebung am Gänseliesel. Unterwegs machten die DemonstrantInnen durch themenbezogene Transparente und Parolen gegen Repression, rechter Gewalt und Burschenschaften auf sich aufmerksam.
Die Solidaritätsdemonstration war von Anfang an starker Repression ausgesetzt. So wurde im Vorfeld die Route, die am Ort des Angriffes vobeiziehen sollte vom Ordnungsamt verboten und eine stark verkürzte Route weitab des eigentlichen Anlasses vorgegeben. Auch die Demonstration war geprägt von einem Großaufgebot der Polizei, welches die Teilnehmerzahl der DemonstrantInnen bei weitem übertraf.

Das übertriebene und martialische Auftreten der Polizei, gerade auf einer Antirepressionsdemo mit zum größten teil jungen TeilnehmerInnen belegt die weiter anhaltende Kriminalisierung linker Strukturen und Aktionen. Wir begrüssen, dass sich trotz der Einschüchterungsversuche der Polizei viele engagierte Jugendliche an der Demonstration beteiligt haben.Das massive Polizeiaufgebot und das repressive Verhalten der Polizei kann von uns nicht hingenommen werden. Zu Verurteilen sind auch die Taschenkontrollen der Polizei, die im Vorfeld der Demo bei einigen Personen durchgeführt wurden.

„Wenn es nicht möglich ist eine Solidaritätsdemonstration durchzuführen, ohne sich in einem Wanderkessel der Polizei zu befinden und ständiger Repression ausgesetzt zu sein, müssen wir zukünftig neue kreative Aktionsformen entwickeln“ kommentierte Ulrike M, die Sprecherin der Jugendantifa das Verhalten der Polizei.

J.A.G. – Jugend Antifa Göttingen

PM: Ordnungsamt verbietet Protest vor der Burschenschaft Brunsviga

In einem, am 5.8.2010 vom Ordnungsamt erteilten Auflagenbescheid, wird der Protest vor der Burschenschaft Brunsviga verboten. Außerdem wird die Demonstrationsroute stark verkürzt.

Das Ordnungsamt Göttingen hat die Route für die am 6.8.2010 angemeldete Demonstration „Gegen Burschenschaften und Repression!“ durch einen heute (5.08.) erteilten Auflagenbescheid größtenteils verboten und stattdessen eine stark gekürzte Route in der Innenstadt vorgegeben.

Die Demonstration sollte über die Herzberger landstraße, Friedländer weg und Schildweg zur Burschenschaft Brunsviga führen und am Gänseliesel enden. Diese Route und die Zwischenkundgebung wurde vom Ordnungsamt verboten und eine stark verkürzte Route verordnet die kaum 30 Minuten an Zeit in Anspruch nimmt.
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stand together. – Solidarität mit den Opfern Rechter Gewalt und Repression!

Antifaschistische Demonstration / 6. August / 16uhr / Willhelmsplatz

+++Ordnungsamt verbietet der Demonstration an den Burschenschaften Hannovera und Brunsviga vorbeizuziehen. Nur eine kurze Demo mit kundgebung 50m vor der Hannovera genehmigt! +++
+++Achtet auf weitere Ankündigungen vom Lautsprecherwagen+++

Am Abend des 21.Juli 2010 wurde eine Gruppe junger Antifaschisten im Cheltenhampark von Burschenschaftern angegriffen, geschlagen und getreten. Anschließend wurde eines der Opfer von der Polizei in Gewahrsam genommen und ED-Behandelt!
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