Archiv für Juli 2011

Bericht: Antifa Schools Out Party

Am 06.07.2011, dem letztem Schultag fand zum dritten mal die Antifa Schools Out Party statt. Diesmal wurde sie gemeinsam von der „Antifaschistischen Jugend Offensive Göttingen (A.J.O.G.)“ und der „Jugend Antifa Göttingen (J.A.G.)“ geplant und durchgeführt.
Ab 15 Uhr wurde auf dem Juzi Gelände Musik gespielt und (vegan) gegrillt. Ab 17 Uhr spielte dort die erste Band „Parting Shot“. Um 19 Uhr spielte die zweite Band „Militante Pazifisten“. Nach der zweiten Band endete das kostenlose Open Air Programm. Weiter ging es ab 21:30 im Juzi mit „Johnny Mauser & Captain Gips“. Diese machten ordentlich Stimmung und sorgten dafür, dass der Saal am Beben war. Danach legten im großen Saal die DJ`s BrogDah&Luud, DJ Gunman und DJ U4EA. Im kleinen Saal sorgten DJ Wombat und DJ Juan G. für gute Stimmung. Die Party ging um 05:00 Uhr Morgens nach über 14 Stunden ihrem Ende entgegen. Wir Danken allen Bands, DJ`s und HelferInnen für ihre Unterstützung. Wir hoffen, dass wir den BesucherInnen, welche größtenteils SchülerInnen waren, vermitteln konnten, dass Partys ohne Sexismus, Homophobie, Nationalismus und Rassismus Spass machen und jedem Menschen ermöglichen die Party zu genießen. Wir hoffen wir sehen euch wieder und wünschen euch schöne Sommerferien!!!

See you on the Streets!

A.J.O.G. & J.A.G.

Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am 06.08.11

Am 06.08.11 soll in Bad Nenndorf wieder ein sogenannter „Trauermarsch“ der Nazis stattfinden. Auch dieses Jahr wird es dagegen Proteste von unserer Seite geben. Aus Göttingen gibt es dazu eine gemeinsame Anfahrt mit dem Bus. Karten gibt es für 8 Euro im Roten Buchladen (Nikolaikirchhof 7), oder im Flaming Star (Prinzenstraße 18). Bei genug verkauften Karten wird es einen zweiten Bus geben, wir empfehlen also die Karten möglichst schnell zu holen.
Mehr Infos über den geplanten Naziaufmarsch findet ihr hier.

Naziaufmärsche zum Desaster machen!

Antifa Jugend Camp

Das Camp beginnt am Freitag den 2. September 2011. Es werden eine gemeinsame Anreise vom Bahnhof in Göttingen und ein anschließender Shuttleservice vom Bahnhof Seesen organisisert. Am Sonntag gibt es eine gemeinsame Abreise nach Göttingen, dort endet die Campfreizeit am Bahnhof.

Antifa Jugendcamp ist Laser!

Um die „Antifa“ spinnen sich vielfältige Gerüchte. In den Medien wird vom bösen „schwarzen Block“ und Gewalt fantasiert. Dass Antifa viel mehr, oder vielleicht etwas ganz anderes bedeutet, kommt dabei aber kaum rüber. Antifa lebt aber davon, mehr zu sein und sich mit neuen Inputs und jungen Menschen auch immer weiter zu entwickeln.
Wir laden euch dazu ein auf dem Antifa Jugend Camp gemeinsam mit uns Neues zu erfahren und auszuprobieren, zu feiern und antifaschistische Kultur Praxis werden zu lassen. Egal ob seit Jahren organisiert, einfach nur dabei oder alleine: mit Nazis und Rassismus in der Gesellschaft sind wir alle konfrontiert. Durch gemeinsames Handeln und aktive Solidarität setzen wir zusammen ein Zeichen gegen Sexismus, Rassismus, Ausbeutung, Antisemitismus und alles was uns sonst noch stinkt.
Dabei gibt es nicht den einen Weg. Unserer Kreativität und unseren Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt, solange wir zusammen handeln.
Inhaltiches Arbeiten im Workshop, sportliche Aktivitäten, kulturelles Programm oder einfach mal Chillen – für all das gibt es Zeit und Raum. Auch für eure eigenen Vorstellungen und Ideen. Lasst uns zusammen unsere Vorstellungen von einer besseren Gesellschaft entwickeln und in der Praxis erleben.

Wir sind viele – Wir sind krass – Antifa – da geht noch was!

Die Anmeldefrist für das Camp endet am 24.08.11. Da es nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen gibt sollte die Anmeldung so schnell wie möglich geschehen. Dies geschieht über die Flyer, die ihr z.B. im Roten Buchladen (Nikolaikirchhof 7), oder im Flaming Star (Prinzenstraße 18) findet. Auf den Flyern findet ihr nähere Informationen zum Camp und der Anmeldung.

Mehr Infos demnächst

If the kids are united they will never be divided!
Die Kraft der Veränderung liegt in der Energie der Jugend!

Bericht NPD Landesparteitag 22.5.11 Nom

Am 22.5.11 führte die NPD Niedersachsen, geschützt von einem massiven Polizeiaufgebot ihren diesjährigen Landesparteitag in Northeim durch. Etwa 1200 Menschen aus Northeim demonstrierten dagegen. Mit dem Ziel nicht nur zu demonstrieren, sondern auch zu blockieren, reisten auch ca. 350 AntifaschistInnen aus Göttingen an. Bereits am Bahnhof in Göttingen kam es zu Schikanen von Seiten der Polizei. Alternativ aussehende Jugendliche und potenzielle DemonstrantInnen wurden am Betreten des Bahnhofs gehindert und mussten Personalienkontrollen und Durchsuchungen über sich ergehen lassen. Auch am Northeimer Bahnhof tat die Polizei alles um die AntifaschistInnen bei ihrem Protest zu behindern. Ein grosses Polizeiaufgebot und Kontrollstellen waren unmittelbar hinter dem Bahnhofseingang aufgestellt worden. Als die DemonstrantInnen sich weigerten diese Kontrollstellen einzeln zu durchlaufen, kam es zu Scharmützeln mit der Polizei. Die BFE griff mit Pfefferspray und Knüppeln die Demo an. Dabei kam es zu wahllosen Verhaftungen und Körperverletzungen von Seiten der Polizei.

Die AntifaschistInnen standen noch weitere drei Stunden vor der Absperrung und entschlossen sich schliesslich aufgrund dieser Verhältnisse zur geschlossenen Rückreise nach Göttingen. Obwohl diese Entscheidung bei manchen TeilnehmerInnen wohl für Frustration gesorgt hat, befürworten wir dieses Vorgehen. Einerseits konnten wir so nicht in die Northeimer Innenstadt um die Nazis effektiv zu stören, andererseits ist es nicht akzeptabel uns dem Willen der Bullen zu beugen und durch Einzelkontrollen GenossInnen zu gefährden. Wie bei der Anreise waren auch bei der Rückreise Bullen im Zug. Während der Fahrt wurde ein Antifaschist von diesen zwischen zwei Zügen brutal auf den Übergang gedrückt und nach der Fahrt weiter festgehalten. Beim Ausstieg am Göttinger Bahnhof kam es zu einer weiteren Festnahme eines jungen Antifaschisten. Der gesamte Bahnhof war mit Bullen vollgestellt, die DemonstrantInnen wurden Richtung Haupteingang getrieben. Dort landeten sie in einem Kessel und wurden nicht vom Bahnhofsgelände gelassen. Im Kessel wurden auch wahllos Menschen festgehalten, die nicht an den Protesten teilgenommen haben. Absurderweise wollten die Bullen die Leute nur unter der Bedingung gehen lassen, eine Spontandemo anzumelden.

Um den ermüdeten Menschen schliesslich ein Verlassen zu ermöglichen, meldete sich ein solidarischer Genosse und übernahm diese äusserst nervige Aufgabe. Anschliessend ging es über den Bahhofsvorplatz über die Prinzenstrasse zum Nabel. Dort fand eine Zwischenkundgebung statt. Von dort ging es weiter in Richtung Gänseliesel. Unterwegs verleihten die DemonstrantInnen ihrer Wut gegen das Vorgehen der Bullen durch Parolen Ausdruck. Kurz vorm Liesel schwenkte ein Teil der Demo in die Barfüsserstrasse Richtung Willhelmsplatz. Von dort aus ging es in die Rote Strasse. Hier traf die Demo auf Bullen. Diese traten äusserst Aggressiv auf und griffen die Demo an. Dabei kam es zu mehreren Verletzten. Nachdem die Bullen Kräfte nachzogen und Anstalten machten die Menschen schon wieder zu Kesseln, zogen diese sich in den Hinterhof der Roten Strasse zurück. Nach einiger Zeit verzogen sich die Bullen und die Menschen konnten endlich ihren Nachhauseweg antreten. Alles in allem war es ein anstrengender Tag, an dem wir unsere Ziele aufgrund des übermässigen Polizeiaufgebotes nicht durchsetzen konnten.

Siempre Antifascista!
Nazis bekämpfen! Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln!