Archiv für Oktober 2011

Pressemitteilung der Jugend Antifa Göttingen (J.A.G.) zur Demonstration am 29.10.2011

Am 29.10.2011 versammelten sich ca. 400 Menschen um an der Demonstration unter dem Motto „Stell dir vor es ist Krieg und alle sehen hin – Solidarität mit der Kurdischen Freiheitsbewegung“ teilzunehmen.
Dazu aufgerufen hatte ein breites Göttinger Bündnis unter dem Namen „Kurdisches Solidaritätskomitee“. In diesem Bündnis vertreten sind unter anderem Kurdische Gruppen, Antifa Gruppen, Parteien und Partei Jugenden.

Nachdem sich die DemonstrantInnen um 14:00 Uhr am Gänseliesel versammelten, setzten sie sich gegen 14:45 Richtung Carrè in Bewegung. Dort gab es die erste Zwischenkundgebung und es wurden Themenbezogene Redebeiträge vom Lautsprecherwagen verlesen. Anschließend ging es am Bahnhof vorbei in die Goetheallee. Auf der Leinebrücke gab es die nächste Kundgebung. Nachdem die Demo über einen Bogen die Rote Straße hinunter ging, wurde die dritte Zwischenkundgebung abgehalten. Anschließend endete die Demo um ca. 16:30 Uhr wieder am Gänseliesel. Hier wurde nach dem letzten Redebeitrag Kurdische Musik abgespielt, die für gute Stimmung sorgte und viele Menschen zum gemeinsamen Tanzen animierte.
Während des gesamten Aufzuges wurden die Demonstrierenden von einem lockeren Polizeiaufgebot begleitet. Dabei kam es zu keinen besonderen Vorkommnissen.

Die politische Breite des Bündnisses spiegelte sich auch auf der Demo wieder. Neben vielen Kurdischen Jugendlichen und Familien nahmen Angehörige der Antifa sowie VertreterInnen des Bürgerlichen Spektrums teil. Die äußere Wahrnehmung der Demo wurde geprägt durch viele themenbezogene Transparente sowie einem Meer von Fahnen. Diese zeigten vorwiegend das Portrait von Abdullah Öcalan sowie das Zeichen der Antifaschistischen Aktion. Mit mehrsprachigen und abwechslungsreichen Parolen machte die Demo lautstark auf sich aufmerksam. Die Demonstrierenden forderten unter anderem Solidarität mit der Kurdischen Befreiungsbewegung, Freiheit für Abdullah Öcalan, und die Aufhebung des Verbots der PKK.

Ulrike M., die Pressesprecherin der Jugend Antifa Göttingen zog folgendes Fazit: „Mit der heutigen Demonstration ist es den TeilnehmerInnen gelungen eine Breite Öffentlichkeit in Bezug auf den Krieg in Kurdistan und die Internationale Staatliche Verfolgung von Kurdischen Aktivisten herzustellen. Es ist zu begrüßen, dass dieses Thema auf so große Resonanz stößt. Nun ist es wichtig an diesem Erfolg anzuknüpfen und durch weitere Veranstaltungen und Aktionen Öffentlichkeit herzustellen und Solidarität mit der Kurdischen Befreiungsbewegung zu schaffen“.

J.A.G. – Jugend Antifa Göttingen

29.10.2011

Castor Transport im November 2011

Auch dieses Jahr Ende November soll der Castor von La Hague in Frankreich nach Gorleben in Deutschland rollen. Der Transport findet jetzt seit vielen Jahren statt und jedes Jahr ist er von Protesten begleitet und GenossInnen aus ganz Frankreich und Deutschland haben es immer wieder auf verschiedene Art und Weise geschafft den Transport zu stoppen und zu stören. Auch in diesem Jahr hoffen Anti Atom Initiativen, dass es gelingt den Castor zu stoppen, und dies natürlich noch länger als letztes Jahr. Die Tragödie von Fukushima und der daraus resultierende Halbausstieg der Bundesregierung machte einmal mehr deutlich wie wichtig unser fortwährender Protest ist. Deswegen nehmen wir Ende November die Verhinderung des Castor Transportes gemeinsam mit vielen Tausend anderen Menschen selbst in die Hand. Zeigt auf vielfältige und kreative Weise euren Protest, ob hier oder an der Strecke, und sorgt dafür dass der Castor keinen Meter rollt.

Auch in Göttingen wird es dieses Jahr Protest geben. Achtet auf weitere Ankündigungen!

Hinter der Atomkraft steht das Kapital – Der Kampf gegen Kernkraft ist international!

Klasse gegen Klasse – Merkel in die Asse!

Demo zur Situation in Kurdistan am 29.10.11

Infos unter: http://kskgoe.blogsport.de

Stell dir vor es ist Krieg und alle sehen hin!
Gemeinsamer Aufruf gegen Krieg, Lüge und Unrecht.
Solidarität mit der Kurdischen Freiheitsbewegung!

Das noch junge 21. Jahrhundert ist bereits von zahlreichen Kriegen geprägt. Einige wenige dieser Kriege finden öffentliche Beachtung, andere werden einfach verschwiegen. So auch der Krieg in Kurdistan. Seit über 25 Jahren führt der türkische Staat einen blutigen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung im eigenen Staat.
Den Kurd_innen wird in den Staaten, in denen sie leben (Türkei, Iran, Irak, Syrien), die Anerkennung ihrer kulturellen und politischen Identität verweigert. Nur im Nordirak wurde die Autonome Region Kurdistan eingerichtet, die sich allerdings zu einem weiteren kleinen Nationalstaat herausbildet. Die kurdische Freiheitsbewegung, der sich mehrere Parteien, eine breite Zivilgesellschaft und die Mehrheit des kurdischen Volkes zugehörig fühlen, strebt allerdings nach einem politischen und demokratischen Weg zur Lösung der kurdischen Frage innerhalb der bestehenden Staaten und gemeinsam mit der gesamten Gesellschaft. Die Staaten versuchen allerdings mit allen Mitteln eine zivilgesellschaftliche und basisdemokratische Alternative zu ihnen zu bekämpfen.

Im letzten halben Jahr eskaliert wieder der Kurdistan-Konflikt. Wenn es um die Kurd_innen geht, zeigen die Besatzungsstaaten keine Berührungsängste. So arbeitet die Türkei eng mit dem iranischen Regime zusammen, indem sie es mit Waffen und strategischen Informationen israelischer Aufklärungsdrohnen versorgt, aber auch an dessen militärischen Operationen direkt teilnimmt. Das iranische Militär marschierte in den Nordirak ein und verstieß damit gegen das Völkerrecht. Der türkische Staat lässt die Bergregion zum Nachbarland bombardieren, wobei bereits zahlreiche ZivilistInnen getötet wurden. Auch in den kurdischen Städten schießt der Staat auf wehrlose ZivilistInnen und schlachtet diese förmlich auf offener Straße ab. Die Weltöffentlichkeit schweigt dazu, Deutschland liefert sogar die Waffen für diesen Krieg. Wir fordern ein Ende des Krieges in Kurdistan!
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