Archiv für Januar 2012

Updates!

Seit der Jahrtausendwende veranstalten Neonazis unterschiedlicher Spektren zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg rund um den 13. Februar Aufmärsche durch die Stadt. Zu den Aufmärschen der NPD und der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) kommen auch internationale Delegationen. In wenigen Jahren hat sich der Aufmarsch mit vielen tausend Teilnehmenden zur größten Neonaziveranstaltung in Europa entwickelt.
Durch die erfolgreichen Kampagnen 2010 und 2011 konnte der Naziaufmarsch in beiden Jahren verhindert werden. Letztes Jahr haben rund 20.000 Menschen den Faschist_innen einen Strich durch ihre Rechnung gemacht. Das Konzept der Massenblockaden hat den Neonazis jeden Weg für ihren Aufmarsch versperrt. Diese Mobilisierung war ein enormer Erfolg für den antifaschistischen Widerstand! Zentral hierfür war dabei das Zusammenspiel von Blockaden und dem vielfältigen Widerstand in der ganzen Stadt.
Auch in diesem Jahr rufen wir wieder dazu auf, sich den Neonazis mit ihrer revisionistische Geschichtsdeutung in den Weg zu stellen. Anders als in den Jahren zuvor lassen sich allerdings die positiven Effekte der antifaschistischen Praxis beobachten: Die Faschist_innen verzichten in diesem Jahr auf eine breite Mobilisierung für ihren Aufmarsch am 18. Februar, da sie aufgrund innerer Querelen organisatorisch hierzu scheinbar nicht mehr in der Lage sind. Die erfolgreichen Blockaden der Vorjahre haben offenbar dazu geführt, dass weder die JLO, noch die NPD dazu bereit sind, Ressourcen für einen blockierten Neonazi-Aufmarsch zu stellen bzw. die Verantwortung hierfür zu übernehmen.
In Dresden ist es damit gelungen, trotz der dort existierenden politischen Kräfteverhältnisse und der massiven Repression gegenüber engagierten AntifaschistInnen den Naziaufmarsch zu blockieren. Dies ist ein großer Erfolg, sollte aber nicht zu der irrigen Annahme führen, dass Dresden ab sofort nazifrei ist. Auch in diesem Jahr werden sich wieder zahlreiche Faschist_innen aller Couleur in Dresden einfinden, um ihre menschenverachtenden Ideologie zu propagieren. Zum ersten Termin am 13. Februar, dem traditionellen Fackelmarsch in den Abendstunden, werden für 2012 nun deutlich mehr Nazis erwartet (2011 waren es bereits 2.000). Doch auch am 18. Februar ist davon auszugehen, dass eine große Zahl trotz mangelnder Mobilisierung zum Großaufmarsch erscheinen wird. Die Veranstaltung ist nach wie vor bei den Behörden angemeldet!

Deshalb rufen wir dazu auf:
Ob am 13. oder am 18. Februar, ob in Dresden oder anderswo: Nazis konsequent angehen und blockieren!

Das Aktionsbündnis stellt für beide Termine Busse nach Dresden bereit. Tickets können für 15 € im Roten Buchladen oder im Flaming Star erworben werden.

Wenn ihr an beiden Terminen nach Dresden fahrt, müsst ihr für die Fahrt am 13.02 nur noch 10 € bezahlen.

Die wichtigsten Termine in der nächsten Zeit hier in Göttingen:

03.02.2012 19 Uhr im Roten Zentrum Göttingen
Veranstaltung „Total Extrem“ zur Extremismustheorie veranstaltet von der A.L.I.

04.02.2012 19 Uhr im ver.di Haus Göttingen
Veranstaltung „Dresden Nazifrei 2012″ und Repression veranstaltet von der A.L.I.

08.02.2012 19 Uhr im Verfügungsgebäude (VG) der Uni Göttingen
Veranstaltung „Geschichtsrevisionismus – wie die Nazis die Geschichte verdrehen“

10.02.2012 19 Uhr im Verfügungsgebäude (VG) der Uni Göttingen
Veranstaltung „Letzte Info’s zum Naziaufmarsch am 13.02.2012 in Dresden“

10.02.2012 22 Uhr im Stilbrvch
Party „Nazis wegrocken!“ Indie, Rock, Punk etc. gegen Nazis – Love Music, Hate Fascism

13.02.2012 Naziaufmarsch in Dresden verhindern!

14.02.2012 19 Uhr ver.di Haus Göttingen
Veranstaltung „Letzte Info’s zu den Gegenaktionen zum Naziaufmarsch am 18.02.2012“

18.02.2012 Naziaufmarsch in Dresden verhindern!

Buskarten nach Dresden

Ab dem 11.01.2012 wird es für die Menschen in und um Göttingen, die in Februar mit uns nach Dresden fahren wollen, Busfahrkarten geben, für unsere gemeinsame Anreise.
Für 15,- € (plus Solibeitrag) könnt ihr die Busfahrkarten im Roten Buchladen und im Flaming Star kaufen.

Wir erwarten den bundesweiten Naziaufmarsch am 18.02.2012, so mobilisieren wir auch auf diesen Termin.
Der Bus aus Göttingen wird am 18.02.2012 vorraussichtlich um 01.00 Uhr am Zoologischen Institut losfahren, so das wir pünktlich in Dresden sind.
Achtet auf weitere Ankündigungen und auf die genaue Abfahrtszeit vom Bus nach Dresden

Termine

11.02.2012 ab 22 Uhr Soliparty im Juzi

14.02.2012 19 Uhr Ver.di Haus Göttingen Letzte Infoveranstaltung zu Dresden

16.02.2012 17 Uhr Juzi Infoveranstaltung

Veranstaltungen wurden teilweise verlegt, oder finden nicht statt. Guckt bitte immer bei den neusten Updates!!

Zusammen den Naziaufmarsch in Dresden verhindern!

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“

(Schwur der Überlebenden vom KZ Buchenwald)

Dresden 2012

Auch 2012 wollen Neonazis rund um den 13.Februar in Dresden marschieren. Seit der Jahrtausendwende veranstalten Nazis unterschiedlicher Spektren zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens, am Ende des Zweiten Weltkriegs ,Aufmärsche durch die Stadt. Zu den Aufmärschen der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) und der NPD kommen jedes Jahr auch internationale Delegationen. In wenigen Jahren hat sich der Aufmarsch mit vielen tausenden Teilnehmenden zu einer der größten Neonaziveranstaltung in Europa entwickelt.

Nach den erfolgreichen Kampagnen im Jahre 2010 und 2011 konnte der Naziaufmarsch in den beiden Jahren verhindert werden. Letztes Jahr haben 20.000 Menschen den Faschist_Innen einen Strich durch ihre Rechnung gemacht. Das Konzept der Massenblockaden hat den Neo-Nazis jeden Weg für ihren Aufmarsch versperrt. Zentral für den Erfolg war dabei das Zusammenspiel von Blockaden und dem vielfältigen Widerstand in der ganzen Stadt. Wie schon im Jahr zuvor hat sich das breite Spektrum des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ solidarisch verhalten und so den faschistischen Aufzug effektiv verhindert. Trotz des martialischen Auftritts der Polizei, die versucht hat, mit tausenden BeamtInnen den Neo-Nazis den Weg mit massiver Gewalt frei zu räumen, gab es so keine Chance, den Aufmarsch durchzusetzen.

Nachdem die Taktik der Polizei vor Ort nicht aufgegangen ist, versuchen die staatlichen Repressionsorgane jetzt, im Nachhinein, den Widerstand zu kriminalisieren. Noch am Abend nach den gelungenen Blockaden stürmte die Polizei das Pressebüro von „Dresden Nazifrei“, einige Monate später folgten bei einem Jugendpfarrer in Jena eine Hausdurchsuchung, zuletzt traf es AktivistInnen aus Stuttgart und Berlin, die für ihr antifaschistisches Engagement in den Fokus der Justiz geraten sind. Mit dem bekannt werden der Funkzellenabfrage haben die Dresdener Polizei und die Staatsanwaltschaft über eine Million Verbindungsdaten von Handys erhoben und ermitteln nun gegen angebliche „kriminelle Vereinigungen“. Offensichtlich soll der Widerstand gegen den Naziaufmarsch eingeschüchtert und das breite Bündnis so gespalten werden.

Die Bombardierung von Dresden im Februar 1945 wird als Angriff auf eine „unschuldige“ Kulturstadt stilisiert. Der Holocaust und der deutsche Angriffskrieg werden von den heutigen Neonazis bei ihrem Aufmarsch relativiert und die „Zivilbevölkerung“ soll zu Opfern erklärt werden. Doch Dresden war keine „unschuldige“ Stadt sondern ein wichtiger Knotenpunkt für das nationalistische Regime.
Die Kontinuität der nationalistischen Ideologie ist heute immer noch sichtbar.
Das Faschist_Innen vor nichts zurückschrecken wird aktuell anhand der Taten des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ wieder deutlich. Faschismus ist und bleibt ein Verbrechen!

Wie in den vergangenen 2 Jahren werden wir wieder aus Göttingen nach Dresden mobilisieren, um den Aufmarsch der Nazis mit massenhaftem Widerstand zu verhindern. Ihnen darf kein Raum für ihre menschenverachtende Propaganda gelassen werden! Mit einer organisierten Busanreise wollen wir es vielen Menschen ermöglichen, nach Dresden zu gelangen und gemeinsam den Naziaufmarsch zu blockieren. Durch solidarisches Handeln werden wir es wieder schaffen! Wir lassen uns durch Kriminalisierung nicht spalten!