Archiv für Juli 2012

Gemeinsam und entschlossen den Naziaufmarsch blockieren!

… Gegen Geschichtsrevisionismus und Faschismus!


Jedes Jahr im August findet in der Kurstadt Bad Nenndorf bei Hannover der drittgrößte Naziaufmarsch in ganz Deutschland statt. Bis zu 1.000 Neonazis laufen dabei vom Bahnhof zum sogenannten „Winklerbad“, in dem sich von 1945-47 ein Verhörlager des britischen Geheimdienstes befunden hat, und verdrehen dabei die Geschichte des deutschen Faschismus: die Deutschen sollen in bester Manier der Täter-Opfer-Umkehr zu den „eigentlichen Opfern“ des zweiten Weltkriegs erklärt werden. Der Kontext der nationalsozialistischen Gewalt- und Vernichtungspolitik wird dabei einfach ignoriert und ausgeblendet. Als Ersatztermin für die 2006 verbotenen Rudolf-Heß-Gedenkmärsche in Wunsiedel ist Bad Nenndorf für die faschistische Szene einer der letzten regelmäßigen Termine, in denen sie öffentlich direkten Bezug auf das historische, faschistische Deutschland nehmen kann.
Nach den Blockaden in Dresden droht der bereits bis ins Jahr 2030 angemeldete Aufmarsch in Bad Nenndorf genau so wie der in Dortmund zu den nächsten Schwerpunkten der bundesweiten Neonazi-Mobilisierung zu werden. Für das wiederkehrende Schauspiel zeichnet sich kein Ende ab. Im bereits siebten Jahr gewinnt der Aufmarsch für die bundesweite Neonaziszene zunehmend an Bedeutung und ist längst als festes Event im Kalender der faschistischen Netzwerke etabliert.

Diese Zustände sind für uns absolut unerträglich und nicht länger hinnehmbar! Wir werden deswegen in diesem Jahr massenhaft den Schritt vom symbolischen Proest zu aktivem Widerstand gehen. Es ist unser erklärtes Ziel den Aufmarsch in Bad Nenndorf mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams in Form der Menschenblockaden zu verhindern.
Nach sechs Jahren der Proteste wollen wir, die Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“, dieses Jahr mit unserer breiten Massenmobilisierung den Widerstand auf eine neue Stufe heben. Mit unseren gemeinsamen Aktionen werden wir den Naziaufmarsch konkret und real verhindern und so den Anfangspunkt für das Ende der wiederkehrenden „Trauermärsche“ makieren. Unser Mittel dazu ist das der Menschenblockaden als Akt des zivilen Ungehorsams auf der Strecke der Neonazis.


BadNenndorf

Donnerstag | 26.07. | 19h | Verdi. Haus
Infoveranstaltung zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf
Veranstaltet vom Aktionsbündnis Naziaufmärsche Stoppen
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Samstag | 28.07. | Stilbrvch
Soli-Party
Veranstaltet vom Aktionsbündnis Naziaufmärsche Stoppen
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Donnerstag | 04.08. | Bad Nenndorf
Naziaufmarsch stoppen!

Weitere Infos findet ihr hier.

Antifa Jugendcamp 2.0

Auch in diesem Jahr veranstalten wir wieder gemeinsam mit der A.L.I. (Antifaschistische Linke International) ein Antifa Jugendcamp vom 14. bis 16. September 2012 auf Burg Lutter.
Neben Workshops, Vorträgen und Diskussionen zu verschiedenen Bereichen antifaschistischer Arbeit und Thematik gibt es ein vielseitiges Freizeitprogramm. Mit der Antifa-Olympiade und einem Konzert von den Militanten Pazifisten (MP) kommt der Spaß hierbei nicht zu kurz.
Durch die selbstverwaltete Struktur des Camps könnt ihr eigene Vorschläge und Ideen mit einbringen, den Campalltag selbst gestalten und eigene Perspektiven entwickeln.

Anmelden könnt ihr euch nächste Woche im Flaming Star (Prinzenstraße 18) und im Roten Buchladen (Nikolaikirchhof 7).
Weitere Infos folgen!

AntifaJugendCamp

Selbstbestimmt leben, kämpfen und campen!

Die Kraft der Veränderung liegt in der Energie der Jugend!

J.A.G.

20.07.: School’s Out Party!

Auch dieses Jahr veranstalten wir wieder pünktlich zur Zeugnisvergabe unsere legendäre „School’s Out Party„!
Diesmal freuen wir uns auf unseren Live-Act KOBITO (Schlagzeiln / Deine Elstern). Danach geht es weiter mit einer Mischung aus Electro und Techno von EGO, DJ Wombat und DJ Larsen.
Feiert mit uns den Beginn der Sommerferien und vergesst den nervigen Schulalltag!

| Freitag | 20.07. | 21h | Stilbrvch |

Selbstbestimmt leben, lernen, feiern!

J.A.G.

Redebeitrag: „Demonstration gegen Rassismus“ am 07.07.12

Am 21. November 2011 tauchten an der Berufsbildenden Schule II und am Otto-Hahn-Gymnasium Schmierereien mit faschistischen Aussagen auf. In den folgenden Wochen vermehrten sich diese Schmierereien, welche unter anderem an Häusern von Familien mit Migrationshintergrund erschienen, was offensichtlich kein Zufall war.
An den betroffenen Schulen sowie in ganz Göttingen erregten diese Ereignisse Aufsehen und es wurden Diskussionen über den Umgang mit Rassismus angeregt. Doch nach kurzzeitiger Empörung verschwand auch das Interesse an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus.
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